Wenn Reiche reicher und Arme ärmer werden

22.04.2020


Die Corona-Pandemie sorgt dafür, dass sich die Ungleichheiten weltweit noch mehr verschärfen - ich kann dieser Krise nichts Positives abgewinnen und finde es im höchsten Ausmaß schäbig, wenn Theoretiker schwadronieren, dass nun "das Primat der Wirtschaft gebrochen sei ...". Das wird nur kurzfristig der Fall sein. 

Was aber langfristig der Fall ist, ist, dass diese Pandemie Klein- und Mittelbetriebe in den Konkurs zwingt, dass die "Fetten immer fetter" werden und die, die bisher "von der Hand in den Mund" gelebt haben (dazu gehören auch Alleinerzieherinnen), ihre Lebensgrundlage verlieren und auf staatliche Hilfen angewiesen sind. Dass Kinder aus bildungsfernen Schichten zu Hause nicht jene Bedingungen vorfinden, die sie brauchen, um lernen zu können (von den sonstigen Auswirkungen wochenlanger Isolation im häuslichen Umfeld schreibe ich hier nicht, weil wir sie noch nicht kennen) und dass Kinder und Jugendliche aus Haushalten, wo es ausreichend viele Computer und Breitbandinternet gibt, besser aus der Krise kommen. Viele Kinder bekommen nun kein geregeltes Schulessen. In manchen Gegenden der Welt hungern sie. 

Diese Krise lässt viele Menschen auf der Strecke, sie verstärkt Unterschiede, und es sieht nicht so aus als wäre das "seltsame Virus" morgen schon wieder Geschichte.