Von Fürberg nach St. Gilgen oder: Die äußerst gute Nachricht zum Tag

09.08.2020

Der Wolfgangsee liegt still und tief zwischen seinen Hausbergen, dem Schafberg, dem Zwölferhorn, dem Sparber etc. Ich gehe jedes Jahr allein meinen kleinen Weg zur Einsiedelei am Falkenstein. Ich liebe das Gehen. In der Stille.

Aber gestern habe ich mit unseren drei Töchtern eine Bootstour von Fürberg nach St. Gilgen unternommen. Die Zeiten sind selten geworden, die wir so verbringen - was einfach an dem Alter der "Kinder" liegt, die zunehmend auszuziehen scheinen, in die große, weite Welt.

Es ist weder eine "gute Welt", noch eine "böse". Weder eine "friedliche" Welt, noch eine "feindliche" - schon gar keine "kranke" (aber auch keine "gesunde"). 

Grundsätzlich ist "die Welt" wie ein See. 

Sie liegt still da. 

Weder gut, noch böse, weder friedlich, noch feindlich. Nur wir Menschen machen "aus der Welt" das eine, das andere - manchmal denken wir auch an beides zugleich (seltener). 

Es ist eine Welt, die sich gestalten lässt. Wir gestalteten sie auch gestern, schwimmend. Mit unserem kleinen Schlauchboot. Wir veränderten den Wellengang, minimal. Nicht so sehr wie die Wolfgangseeschifffahrt. Aber doch ein wenig. Gestalten (formen) lässt sie sich immer, so wie sich unsere Gedanken formen lassen. 

Das ist die äußerst gute Nachricht zum Tag.  

Wir werden denkend keine leidfreie Stätte gestalten können. Nur nicht denkend. Scheint mir. Es hat etwas für sich, sich diesen Punkt im Leben aus der Nähe (gründlich) anzusehen. 

Wie einen See, der still da liegt.