Eine Definition von Frieden
Um ehrlich zu sein - ich sehne mich nach Frieden.
Aber ich suche den Frieden nicht im Außen. Ich suche ihn in mir. Das scheint mir, angesichts der Weltlage, eine solide und gesunde Lösung zu sein. Gesund im Sinne meines inneren Wohlergehens.
Auf Frieden im Außen zu hoffen, ist sinnlos. Er wird nicht eintreten. Mit Frieden lässt sich schließlich nichts verdienen.
Und meine Definition von Frieden gründet in der Art und Weise, wie wir Menschen denken - das heißt innere Unterscheidungen vollziehen.
Wenn diese Unterscheidungen zum Stillstand kommen, dann ist Frieden.
Es wird keine Linie gezogen, weder auf einem Blatt Papier, noch im Inneren. Das Innere gleicht aber keinem Blatt Papier. Wir unterscheiden im Inneren nicht, indem wir Linien auf ein Blatt Papier malen. Sondern indem wir Gedanken im Inneren kommen und gehen lassen.
Und Gedanken im Inneren sind sensomotorische Bewegungen.
Bringe ich diese vollkommen zur Ruhe, zum Beispiel im Sosein, in der Leere, dann ist Stille. Und wenn ich still bin, ganz still bin, dann ist auch alles friedlich. In mir, und um mich herum. Ich unterscheide nicht mehr.
So kann jede und jeder einzelne zum Weltfrieden beitragen.
Ich gebe zu, nach einer Weile der Stille, knurrt der Magen. Und ich muss aufstehen, um mir etwas zu essen zu holen. Hier wird das Leben komplizierter.
Aber - wir können die Stille, den Frieden, immer wieder ansteuern, wenn wir einmal wissen, wonach wir suchen.
Es gibt nicht viel mehr zu ihm zu sagen. Aus meiner Sicht. Es braucht keine endlosen Abhandlungen. Schon gar nicht über Kriege. Das fällt nur Männern ein, denen fad (im Kopf und vielleicht auch in den Lenden) ist.