Lernen wir - besser damit zu leben

09.02.2021

Die Angelegenheit ist schwierig. Sehr schwierig. 

Mir gefällt der Mittelweg, den wir hier in Österreich gerade versuchen. Weil psychosoziale Aspekte dieser Katastrophe endlich mehr beachtet werden (nicht nur biologische Aspekte). Denn - das Virus bleibt. Es verschwindet nicht mehr. Wie sollte es? 

Es mutiert vor sich hin, es verändert sich (so, wie sich alles dauernd verändert) und wir Menschen leben mit Viren, die sich verändern, seit es uns Menschen gibt. 

Es verursacht jedoch mitunter sehr schwere Krankheitsverläufe mit langen Nachwirkungen - das ist die bittere Wahrheit. Eine Grippe sieht anders aus! 

Nichtsdestotrotz brauchen wir wohl einen sensiblen Balanceakt zwischen dem Schutz des Einzelnen und den Bedürfnissen der Mehrheit, von Kindern, die die Schule besuchen wollen und sollen, bis zu UnternehmerInnen, die von etwas leben müssen. 

Ich bin zuversichtlich, dass uns dieser Balanceakt gelingen wird. Wir werden noch sehr lange mit diesem (mir ziemlich auf die Nerven gehenden) Thema beschäftigt sein, aber wir werden zunehmend lernen, gut damit zu leben.

In meiner persönlichen Freiheit fühlte ich mich nur in den Lockdowns eingeschränkt. Ganz im Gegenteil - wir laufen alle vermummt herum, niemand sieht mehr Gesichter. Videoaufzeichnungen sind in Zeiten wie jetzt wohl großteils unbrauchbar. 

Und - es wird ja mit diesen Stäbchen, die in meine Nase gebohrt werden, nicht meine DNA gespeichert. Es wird lediglich nach Virenteilchen gekramt. 


Bereit für ...